David gegen Goliath: iPad und WeTab im Vergleich

iPad und WeTab im Vergleich (v.l.)
Die Meldung sorgte auf der einen Seite für Furore, auf der anderen Seite für Lacher: als das deutsche Unternehmen Neofonie aus Berlin das WePad ankündigte, waren die Reaktionen eher verhalten. Das Apple iPad erfreut sich ungemeiner Beliebtheit: der Ansturm auf den Tablet-PC war dermaßen groß, dass Apple in Lieferengpässe geriet. Als dann Neofonie mit dem WePad daherkam, wurde es nicht nur aufgrund der nicht zu übersehenden Namensähnlichkeit schnell ins Visier der Öffentlichkeit gerückt: es folgten eine Menge Plagiatsvorwürfe. Die Namen iPad und WePad im Vergleich klingen so ähnlich, dass Neofonie vor Kurzem bekanntgab, dass das WePad künftig WeTab heißen soll.
Vor rund einem Monat wurde das WePad präsentiert, doch statt des erwarteten Betriebssystems lief darauf nur ein Video, das die WePad Funktionen erklären sollte – und kurz darauf abstürzte. Der Absturz wurde dann noch von einer Windows-Fehlermeldung quittiert.
Die von Neofonie beschriebenen WeTab Funktionen sind dabei eigentlich im Vergleich iPad und WeTab gar nicht so schlecht: darauf läuft ein vollwertiges Linux als Betriebssystem, das im Gegensatz zum iPad nicht eingeschränkt ist, es hat einen etwas größeren Bildschirm, unterstützt ebenfalls Multitouch, kommt mit einem stärkeren Prozessor und mehr Anschlüssen, zudem sollen die WeTab Funktionen durch Bluetooth und GPS ergänzt werden.
Die iPad Funktionen hingegen basieren auf der Integration des iPhone OS: WLAN und optional UMTS sind ebenfalls verfügbar (Übersicht iPad Modelle), und im Gegensatz zum WePad / WeTab ist es mit bis zu 64 GB Flash-Speicher erhältlich, das WeTab muss mit 16 GB und einer Erweiterung um bis zu 32 GB durch eine SDHC-Karte auskommen.
Betrachtet man iPad und WePad im Vergleich, gibt es keinen klaren Sieger. Apple dominiert durch eine starke Marke und ein verlässliches Betriebssystem, das WeTab besticht durch einen günstigeren Preis, muss dafür aber auch die ungünstige PR der letzten Wochen und den unbekannten Hersteller kompensieren.