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Google greift iPad mini mit Nexus 7 an

Google Nexus 7In den letzten Jahren sind Apple und Google vor allem wegen ihres Patentstreits im Mittelpunkt der Berichterstattung. Doch der Kampf zwischen den beiden Riesen aus den Vereinigten Staaten geht auch auf dem Gerätemarkt unvermindert weiter. Nun schickt der Suchmaschinenbetreiber sein Gegenstück zum Apples Bestseller iPad ins Rennen: den Google Nexus 7.

Machtkampf geht auf dem Tabletcomputermarkt weiter

Den ersten Tabletcomputer gab es bereits vor einigen Jahren. Allerdings konnte er sich damals nicht durchsetzen – zu uninteressant für damalige Verhältnisse. Erst als die Trendmarke aus den USA, Apple, seine Neuinterpretation des Tabletcomputers, den er auf den Namen iPad taufte, auf den Markt brachte, entstand ein regelrechter Hype um die handlichen Computer im Handtaschenformat. Mittlerweile bietet Apple seinen iPad in der dritten Generation an, die von vielen Branchenkennern als Referenzwerk betrachtet wird, an den sich alle anderen messen müssen. So auch im aktuellen Fall um Googles Nexus 7, der als Kontrahent des iPad-3-Ablegers, dem iPad mini, in den Ring steigt.

Nexus 7: ein als Google getarnter Asus

Der Google Nexus 7 ist in Wirklichkeit kein Google Tablet im engeren Sinn, sondern ein Asus. Der taiwanesische Computer-Hardware-Pionier stellt den Tabletcomputer her, den Google unter seinem eigenen Namen anbietet. Unter der Kunststoffabdeckung arbeitet ein leistungsstarker Tegra-3-Prozessor von Nvidia bei einer Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten, was trotz der verhältnismäßig geringen Größe des Nexus 7 ein gutes Bild abgibt. Was unter anderem die Tester des Branchenmagazins “PC-MAGAZIN” bemängeln, ist die angesichts des Anspruches von Google eher bescheidene 1,2-Megapixel-Kamera. Auch hinsichtlich der Schnittstellen scheint Google gespart zu haben. Von den Schnittstellen für Mini-USB existiert nur eine einzige; ein Slot für SD-Speicherkarten zur Erweiterung des Speichers fehlt gänzlich. Somit lassen sich maximal nur 16 Gigabyte auf den Nexus speichern, die das Gerät an internen Speicher mitbringt. Wer mehr möchte, muss mithin zwingend auf einen Onlinespeicher zurückgreifen.

iPad mini: bessere Kamera, veralteter Prozessor

Der iPad mini von Apple dagegen erhebt den Anspruch, ein High-End-Produkt zu sein, und wird diesem Anspruch auch weitgehend gerecht – auch wenn es nur der “kleine” Bruder des großen iPad 3 ist. Beispielsweise spendiert Apple seinem iPad mini gleich zwei Kameras, die mit 5 Megapixeln deutlich bessere Fotos schießen können, als der Herausforderer aus dem Hause Google. Ferner ist die Aufnahme von HD-Videos möglich. Abstriche nahm Apple allerdings beim Prozessor vor: Unter der Aluminium-Haube des iPad mini arbeitet der Dual-Core-Prozessor A5, der schon in dem Vorgänger des “großen” iPad 3, dem iPad 2, seinen Dienst tat. Wahrscheinlich um den Respektabstand zwischen den iPad 3 und dem iPad mini einzuhalten, installierte hier Apple dem kleineren Gerät nicht denselben starken Prozessor. Auch ein Blitz ist nur dem “großen Bruder” des iPad mini vorenthalten.

Fazit: eine Einstellungsfrage

Für welches Gerät sich Interessierte letztlich entscheiden, wird wohl eine Einstellungsfrage sein. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Wer sich prinzipiell der Marke mit dem Apfel zugeneigt fühlt, wird mit dem iPad mini als günstige Alternative zum großen Flaggschiff aus dem Hause Apple eher glücklich werden. Günstiger heißt dabei nicht zwingend, dass der iPad mini am günstigsten ist. Denn mit knapp 330 Euro ist er immer noch deutlich teurer als der Herausforderer von Google, der nur 200 Euro kostet. Wer somit ein Schnäppchen machen und sich ferner nicht auf den App-Store von Apple einschränken möchte, sollte zum Nexus 7 greifen. Der hat zwar eine leistungsschwächere Kamera, kann aber mit seinem besseren Prozessor im Vergleich zum iPad mini punkten.

Titelbild © Google Inc.

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